couv 2nbnbhgbgh

 

Das Wesentliche und das Vorrangige

von Jean-Patrick Arteault


Sowohl für Einzelpersonen als auch für Nationen lassen sich die zu lösenden Fragen in zwei große Gruppen einteilen: diejenigen, die existenziell sind und die Grundlagen des Seins betreffen, und diejenigen, die Voraussetzungen sind, die die Lösung existenzieller Fragen ermöglichen.


In einem europäischen Gefüge, das der Titanic kurz nach dem Zusammenstoß mit dem Eisberg ähnelt, gibt es zahlreiche grundlegende Fragen, die seit zu langer Zeit ungelöst sind. Nennen wir einige davon: der intellektuelle und kulturelle Niedergang der „Eliten” parallel zu ihrer zunehmenden Gier, die Überflutung durch Migration in Verbindung mit dem demografischen Niedergang der einheimischen Bevölkerung, der weltweite Rückgang im Bildungsbereich, die Verarmung der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Niedergang der Industrie, der Landwirtschaft und den absurden Entscheidungen im Energiebereich, die wirtschaftliche Unterwerfung und die geopolitische Degradierung usw….Daß diese grundlegenden Fragen nicht behandelt wurden, liegt zweifellos daran, daß seit mehreren Generationen ein vorrangiges Thema vernachlässigt wurde: die Souveränität. Souveränität ist die Fähigkeit, selbst fürsich selbst zu entscheiden. Sie ist kein Selbstzweck, denn Souveränität löst an sich keine Probleme, aber sie gibt die politischen und rechtlichen Mittel an die Hand, um alle existenziellen Fragen zu behandeln, sofern der Wille dazu vorhanden ist.


Die europäischen Nationen werden von „Sklavenfürsten” regiert, so wie der jesuitische Philosoph und Widerstandskämpfer Gaston Fessard die Regierungen, die während des Zweiten Weltkriegs mit Deutschland kollaborierten, bezeichnete. Man gewährt ihnen den Anschein von Macht, die Fähigkeit, mit Knüppel und Peitsche zu regieren, die Möglichkeit, sich auf Kosten der beherrschten Bevölkerung zu bereichern, aber in allen wichtigen Fragen entscheidet der Herr, denn nur er ist souverän und somit entscheidungsfähig. Ursula von der Leyen, die alle europäischen Satrapen in sich vereint und gerne die „Kaiserin” der Europäischen Union spielt, hat dies am 27. Juli 2025 bei ihrem Treffen mit Donald Trump unter Beweis gestellt.Sie haßt zwar alles, wofür der amerikanische Präsident steht, aber er ist der Herrscher des Westens, also hat sie ihm in Handelsfragen, die in die Zuständigkeit der Kommission fallen, deren Präsidentin sie ist, alles zugestanden. Sprechen wir hier nicht von Vasallentum: Vasall eines Lehnsherrn zu sein war eine würdige Position mit Rechten und Pflichten in der feudalen Hierarchie, hier jedoch zeigte sich die personifizierte Unwürdigkeit einer völlig unterwürfigen Sklavenfürstin. Wir wollen nicht so grausam sein, an das europäistische Mantra zu erinnern: «Mit 27 sind wir stärker...» !


Man wird uns erwidern, daß die Europäische Union souverän werden muß: Das ist der neue Witz, der bei den atlantischen und globalistischen Europäern gerade in Mode ist. Jeder, der ehrlich ist und die Konzeption und Geschichte der „Europäischen Gemeinschaften” kennt, weiß, daß dies niemals geschehen wird. Das Programm weist von Anfang an einen Fehler auf.


Zu glauben, wie es manche in unseren Kreisen tun, daß die Europäische Union sich in das von Julius Evola erträumte Ghibellinenreich oder gar in einen einfachen säkularisierten souveränen europäischen Staat verwandeln könnte, bedeutet, an Chimären zu glauben. Träume von Jugendlichen oder Dichtern...

Wir nehmen Europa als Familie indigener Völker ernst, die größtenteils durch ihr indoeuropäisches Erbe verbunden sind und durch die jahrtausendealten Schichten einer gemeinsamen Zivilisation geprägt wurden. Und natürlich wäre es gut, wenn diese Völker in Zeiten der Globalisierung, die ja eine vollendete Tatsache ist, gemeinsam handeln würden. Aber man kann die Geschichte nicht mit Gewalt rückgängig machen. Diese Völker haben oft eine sehr lange Geschichte politischer Souveränität mit unterschiedlichen, ja sogar divergierenden Lebensweisen und Interessen. Die atlantistische und globalistische „Maschine” in Brüssel will sie auf ein Prokrustesbett legen, um ihrem amerikanischen „Meister” zu dienen, der selbst nur eine Marionette der staatenlosen Finanzwelt ist. Noch ein paar Jahre Europäische Union, und der Name Europa wird endgültig verdorben sein und für eine durch Korruption und Gier degenerierte Kloake und ein totalitäres Völkergefängnis stehen. Die Organisation Europäische Union muß zerstört werden, um die europäische Zivilisation und die Möglichkeit einer gesunden Zusammenarbeit zwischen den europäischen Nationen zu retten.


Dies erfordert zunächst die Wiedererlangung der vollständigen Souveränität durch die historischen Nationen. Und damit den Erfolg der souveränistischen politischen Kräfte, so nervig sie manchmal auch sein mögen. Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe wird dies nicht ausreichen, um die europäischen Länder wieder auf die Beine zu bringen, aber es ist eine notwendige Voraussetzung, um die Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Heute herrscht allgemeine Ohnmacht unter denen, die bereit sind, im Rahmen der Europäischen Union die Rolle der „Sklavenfürsten” zu übernehmen.


Nehmen wir nur ein Beispiel, das von unseren Identitären oft als Erfolg angeführt wird: In Italien wurde Giorgia Meloni mit dem Hauptziel gewählt, die Masseneinwanderung zu beenden. In der Hoffnung, daß Brüssel ihr Programm akzeptieren würde, sagte sie zu allen Launen der Großen Kommission „Ja und Amen” (1). Letztendlich wurden alle ihre Bemühungen, die illegale Einwanderung etwas einzudämmen, von der EU oder dem EGMR abgelehnt. Und um das Ganze noch zu verschlimmern, gab es unter ihrer Regierung so viel legale und illegale Einwanderung wie nie zuvor. Ganz zu schweigen von seiner jüngsten Entscheidung, den italienischen Arbeitgebern entgegenzukommen und bis 2026 500.000 neue Arbeitsmigranten ins Land zu holen. Der Fall Italiens zeigt uns zweierlei: Erstens muß man, wenn man die Einwanderung kontrollieren will, seine Grenzen kontrollieren, was ein wesentlicher Aspekt der politischen Souveränität ist. Zweitens reicht Souveränität nicht aus, wenn man den Einwanderungslobbys, wie dem der globalistischen Großunternehmer, freie Hand läßt. Die Rückeroberung der Souveränität ist nicht das Ende, sondern der Anfang des Weges.

Jean-Patrick Arteault_____________________________

 

(1) Französischer Originaltext: «la grosse commission», was im deutschen so viel wie «das große Geschäft» heißt. Ein Wortspiel des Verfassers….


(2) Es sei daran erinnert, daß der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) keine Einrichtung der Europäischen Union ist, sondern des Europarates, der 1949 gegründet wurde und die 1950 verabschiedete Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) ausgearbeitet hat. Die meisten EU-Staaten sind Unterzeichnerstaaten und erkennen die EMRK daher quasi als ihr oberstes Gericht an, da für die Einlegung einer Beschwerde beim EGMR alle Rechtsmittel des eigenen Landes ausgeschöpft sein müssen. Im Laufe der Zeit hat sich der EGMR alle politisch korrekten Themen zu eigen gemacht: Antidiskriminierung, Geschlechterfragen, Klimadiktate und Einwanderungsstreitigkeiten, die systematisch zugunsten der Einwanderer entschieden werden. Einige Identitäre wollen aus der EMRK austreten, aber in der EU bleiben. Das ist aber eine falsche „gute Idee”, denn die Europäische Union bereitet derzeit ihren Beitritt als Institution zur Europäischen Menschenrechtskonvention vor. Das bedeutet, daß ein Staat, der aus der EMRK austritt, durch die europäischen Verträge weiterhin an sie gebunden wäre.

"

 e
 
 
3 fonctions
We use cookies

Nous utilisons des cookies sur notre site web. Certains d’entre eux sont essentiels au fonctionnement du site et d’autres nous aident à améliorer ce site et l’expérience utilisateur (cookies traceurs). Vous pouvez décider vous-même si vous autorisez ou non ces cookies. Merci de noter que, si vous les rejetez, vous risquez de ne pas pouvoir utiliser l’ensemble des fonctionnalités du site.